Leadership 4.0 meets AUGENHÖHE – Exklusives Interview mit dem neuen Crowdfunding-Filmprojekt in Deutschland


Das Filmprojekt AUGENHÖHE im exklusiven Interview mit dem 11 | 3 Institut zum Thema Leadership 4.0

Unsere gestriger Post „Leadership 4.0 – neue Anforderungen an Führung in der virtuellen Arbeitswelt“ hat sehr viel Resonanz erfahren. Unter anderem meldete sich das Filmprojekt „AUGENHÖHE – Film und Dialog“ bei uns. Mit Sven Franke, einem der Mitinitiatoren des Projektes haben wir ein spontanes Interview über Fairness und Verantwortung, Reflektion im Führungsalltag und Partizipation und Crowdfunding geführt.

Herr Franke, das Projekt „AUGENHÖHE – Film und Dialog“ – worum genau geht es dabei?

Die Arbeitswelt verändert sich rasant. Aber wohin? Der Film AUGENHÖHE geht dorthin, wo der Wandel im positivsten Sinne gestaltet wird. Wir besuchen Unternehmen und Pioniere, die Entschiedenes anders und vieles besser machen: Hier sind Fairness, Eigenverantwortung und Zusammenarbeit gelebte Werte statt hohler Worte.

Daniel und Philipp bei Dreharbeiten in der Werkshalle

Daniel und Philipp vom Projekt AUGENHÖHE bei Dreharbeiten in der Werkshalle

 

Von diesen Werten hätten bestimmt einige gerne mehr im Berufsalltag. Was bedeutet Augenhöhe im Berufs- und Führungsalltag genau?

Ach, da könnte man jetzt wieder so einen langen, theoretischen Vortrag halten. Oder wieder all die Trendworte bringen: Flachere Hierarchie, Vertrauen, Eigenverantwortung, intrinische Motivation, Selbstbestimmung, Ergebnisorientierung, Sinn und Werte. Doch genau das wollen wir nicht. Wir freuen uns jetzt schon auf die Workshops und Dialog-Events, bei denen sich auch Führungskräfte nach dem Film genau mit dieser Frage selbst beschäftigen: Was haben wir gesehen? Wie zeigt sich „Augenhöhe“? Was bedeutet das für mich persönlich?

 

Das klingt, als ob Herr Stromberg unbedingt an einem der Dialog-Events mal teilnehmen sollte. Gibt es denn auch eine „Augenhöhe mit sich selber“?

Ich glaube ja. Für mich bedeutet das zum Beispiel eigene Fehler zu akzeptieren und daraus zu lernen.

Jetzt mal konkret: Was kann eine Führungskraft am Montagmorgen tun, um „Augenhöhe“ mehr zu leben?

Die Frage ist nicht so einfach wie sie sich liest. Jede Führungskraft führt anders. Für mich hat Augenhöhe ganz viel mit gesundem Menschenverstand zu tun. Und mit der Frage, wie möchte ich in der einen oder anderen Situation selber behandelt werden. Wenn man diese Frage im Hinterkopf hat, macht man automatisch die ersten Schritte in Richtung Augenhöhe.

 

Und was sind „gute Gründe“, dass Führungskräfte auch anders, sprich auf Augenhöhe, führen?

Ich glaube man kann hier zwei Perspektiven betrachten. Zum einem die persönliche Sichtweise. Es tut einfach gut loslassen zu können und dabei die Freude zu erleben wie sich Mitarbeiter entwickeln und mit den „neuen“ Herausforderungen wachsen.

 

Ganz nah dran für mehr AUGENHÖHE

Ganz nah dran für mehr AUGENHÖHE

Das könnte ja auch eine spannende Frage für die Dialog-Events sein, nämlich was die einzelne Führungskraft als „Preis“ des Führens auf Augenhöhe bei sich ausmacht!?

Stimmt, das ist eine gute Idee. Die andere Seite von Führung auf Augenhöhe ist die Ökonomische. Ich glaube jede Führungskraft erlebt fast tägliche, dass die Projekte immer schneller werden. Das Entscheidungen immer schneller getroffen werden müssen. Schon allein aus diesem Grund ist es sinnvoll, das Entscheidungen an der Stelle wo sie entstehen auch getroffen werden. Ein weiterer Aspekt ist die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens. Häufig werden die eigenen Mitarbeiter nicht aktiv eingebunden und dabei unterschätzt man, dass das Know How bei den Mitarbeitern liegt.

 

Herr Franke, Sie sind ja Experte für Partizipation im Unternehmen. Warum sollte Ihrer Meinung nach ein Unternehmer darauf achten, dass seine Führungskräfte „Augenhöhe“ leben?

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… die Meinung der Crowd

Ich bin mir nicht sicher, ob das die richtige Frage ist. Ich glaube Unternehmer müssen Augenhöhe vorleben. Mir ist auch bewusst, dass das nicht einfach ist. Ganz schnell kommt man an die Kernfragen. Kann ich Verantwortung wirklich abgeben? Und das nicht nur auf dem Papier? Kann ich akzeptieren das Fehler gemacht werden? An den Fragen ist erkennen, das Augenhöhe auch ganz viel mit der eigenen Person und mit der eigenen Einstellung zu tun hat.

 

Unter Experten werden Trends der neuen Arbeitswelt wie Selbstbestimmung, Autonomie oder Potentialentfaltung schon länger diskutiert. Mit dem Projekt wollen Sie ermutigende Beispiele von Unternehmen aufzeigen, in denen die neue Arbeitswelt bereits gelebt wird und die Menschen, die diese gestalten.Können Sie uns schon einen kleinen Einblick geben, wie diese Menschen Augenhöhe definieren?

Diese Frage haben wir auch unseren Unterstützern und Followern gestellt. Die Antworten sind hier zusammengefasst.

 

Ihr finanziert das Projekt über Crowdfunding – warum?

Diese moderne Finanzierungsform entspricht sehr unserem Denken und Credo der Beteiligung: Viele Menschen können mit kleineren und größeren Beiträgen dafür sorgen, dass der Film in die Welt kommt – und mit ihm die Gedanken einer anderen Art von Zusammenarbeit.

Unser Ziel ist es den Film, sobald er fertiggestellt ist, für nicht-kommerzielle Zwecke kostenlos unter Creative-Commons-Lizenz zur Verfügung zu stellen, damit ihn möglichst viele Menschen sehen können. Dazu brauchen wir Euch! Bis zum 22. September ist eine Unterstützung unter www.mitmachen.augenhoehe-film.de noch möglich.

 

Jetzt ist so ein Vorhaben ja nicht alleine zu stemmen. Wer steht denn alles hinter dem Projekt?

Wir sind ein Kernteam von fünf Leuten (Daniel Trebien, Philipp Hansen, Silke Luinstra, Sven Franke und Ulf Brandes) zwischen 24 und 46 Jahren, die sich im vergangenen Jahr auf einer Open-Space-Veranstaltung von intrinsify.me – der Bewegung für selbstbestimmtes und sinngetriebenes Arbeiten – kennengelernt haben. Unabhängig voneinander beschäftigten wir uns schon einige Jahre mit der Frage, wie wir im 21. Jahrhundert leben und arbeiten wollen. Seit Beginn des Projekts lassen sich viele Menschen von der Idee anstecken und unterstützen uns mit ihren Beiträgen und Gedanken, so dass inzwischen viel mehr Begeisterte als nur wir fünf hinter dem Projekt stehen und seine Realisierung fördern.

 

Herr Franke, wir wünschen Ihnen viel Erfolg beim restlichen Funding und viel Resonanz auf den Film und die Dialog-Events. Herzlichen Dank für das Interview.

 

 

Über Sven Franke, Equity Change Management e.K.

Sven Franke ist seit 1998 in verschiedenen Positionen im Bereich der Mitarbeiterbeteiligung tätig. Die ersten Jahre waren geprägt durch die Entwicklung und anschließende Betreuung von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen eines Eigentümer geführten Unternehmens auf dem Weg in den MDAX. Im Fokus standen dabei Beteiligungen auf Basis von Aktien und Aktienoptionen. 2006 wechselte Sven Franke zu einem global tätigen Dienstleister. Zu seinem Aufgabengebiet gehörte die Betreuung der Kunden mit eigenen Beteiligungsprogrammen im deutschsprachigen Raum, die Erstellung eines fachlichen Konzeptes für die Administration von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen sowie der Aufbau auf eines bereichsübergreifenden Servicecenters.

Portrait Sven Franke

Der Mitinitiator und Interviewpartner: Sven Franke

2011 gründete Sven Franke Equity Change Management. Equity Change Management begleitet Unternehmen bei der Konzeption und Umsetzung von Partizipation. Als Mitarbeiter auf Zeit unterstützen wir Unternehmen unabhängig von der Unternehmensgröße und Unternehmensform in allen Fragen

der Partizipation. Dadurch legte er den Grundstein für eine am deutschen Markt einzigartige Dienstleistung in Bereich Partizipation. Seit Dezember 2013 ist Sven Franke Mitinitiator von AUGENHÖHE – Film und Dialog.

 

 

Über das einseins I drei Institut

„Die Summe ist mehr als ihre Teile“ – Zeitgemäße Unternehmens- und Führungsentwicklung hat ein wesentliches Ziel:

  • Bei Leistung, Entwicklung und Wachstum zu unterstützen.

Und aus Wachstum entsteht Veränderung – Potentiale werden zu Fähigkeiten, neue Möglichkeitsräume entstehen.Aus diesem Antrieb wurde das ‚einseins I drei Institut‘ gegründet und versteht sich als systemische Wachstumsbegleiter für Menschen, Teams und Organisationen.

Alle LehrtrainerInnen, Coaches und BeraterInnen sind berufserfahren und verfügen über exzellentes Fachwissen und hohe didaktische Fähigkeiten. Sie arbeiten mit Methoden der systemischen Beratung, Coaching, NLP, Transaktionsanalyse, Mediation, Gewaltfreien Kommunikation sowie handlungs- und erlebnisorientierten Ansätzen.

DIAOLG? Ja bitte!

Diskutieren Sie mit in unserer xing-Gruppe! Sind Sie Führungskraft? Haben Sie Interesse an einem praxisorientierten Austausch über Augenhöhe und ganzheitliche Führungsansätze? Dann sind Sie in unserer xing-Gruppe „Systemisches Führen – praxisnah und wirksam“ genau richtig. Machen Sie jetzt mit oder melden Sie sich bei uns, wenn Sie Interesse haben bei den ersten Dialog-Events dabei zu sein:

Über Bernd

www.11drei-institut.de www.akademie-traumberuf.de
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